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Pausenstempelung: echte Pausen statt pauschaler Abzüge

Mit eingeschalteter Pausenstempelung wählen Ihre Mitarbeiter beim Ausstempeln zwischen „Pause“ und „Arbeitsende“. Die Pause entsteht dabei nicht als eigener Eintrag, sondern als Lücke zwischen zwei echten Stempelungen – und genau das macht sie belegbar. Dieser Artikel zeigt, wie Sie die Funktion einschalten, wie die bezahlte Pause je Kunde wirkt, wo die Zeiten auftauchen und wie Sie eine vergessene Pause nachtragen.

Was Pausenstempelung bedeutet

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  1. Zwei Antworten beim Ausstempeln

    Ist die Funktion eingeschaltet, fragt Jobilino beim Ausstempeln: „Pause oder Arbeitsende?“ Mehr Auswahl gibt es nicht – bezahlt oder unbezahlt entscheidet später die Auswertung, nicht der Mitarbeiter.

    Tipp: Beim Einstempeln fragt Jobilino nie. Die Frage gehört zum Beenden, nicht zum Beginnen.

  2. Die Pause ist die Lücke, kein Eintrag

    Wird ein Eintrag mit „Pause“ beendet, gilt die Zeit bis zum nächsten Einstempeln desselben Tages als Pause. Jobilino speichert dafür keinen eigenen Zeiteintrag, sondern rechnet die Lücke aus den vorhandenen Stempelungen.

    Tipp: Das ist der Kern: Eine gebuchte „Pause“ wäre eine Behauptung. Eine Lücke zwischen zwei echten Stempelungen ist ein Beleg – mit Anfang, Ende und Dauer.

  3. Mehrere Pausen am Tag sind normal

    Ihre Mitarbeiter dürfen so oft pausieren, wie es der Arbeitsablauf verlangt. Jobilino zählt alle Lücken eines Tages zusammen – ob eine Mittagspause oder fünf kurze Unterbrechungen, spielt für die Summe keine Rolle.

Pausenstempelung einschalten

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  1. Einstellung öffnen

    Verwaltung → Zeiterfassung. Dort finden Sie den Schalter „Pausenstempelung (‚Pause oder Arbeitsende?‘)“. Ab dem Einschalten erscheint die Frage bei jedem Ausstempeln – in App, Web-App und bei NFC.

    Tipp: Die Umstellung wirkt ab sofort und nur nach vorne. Bereits erfasste Zeiten ändern sich nicht.

  2. Die automatische Pause muss weichen

    Der Schalter „Pause automatisch nach 6 Stunden hinzufügen“ und die Pausenstempelung schließen einander aus – beides zusammen würde doppelt abziehen. Jobilino lehnt die Kombination beim Speichern ab.

    Tipp: Sollten beide je zusammentreffen, gewinnt die Pausenstempelung und der automatische Abzug wird abgeschaltet – die real gestempelte Pause ist die belastbarere Angabe.

  3. Alte Pausen-Zeittypen deaktivieren

    Manche Betriebe haben aus früheren Jahren einen buchbaren Zeittyp „Pause“. Er wird durch die Pausenstempelung überflüssig und führt zu doppelten Angaben. Die Einstellungsseite listet betroffene Zeittypen mit einem Hinweis auf.

    Tipp: Ein gebuchter Pausen-Eintrag erzeugt weder eine Lücke noch eine bezahlte Pause – er sieht nur so aus, als täte er es.

  4. Team informieren

    Die Frage beim Ausstempeln ist neu und selbsterklärend, aber sie ändert eine Gewohnheit. Ein Satz im Team genügt: Wer in die Pause geht, wählt „Pause“; wer Feierabend macht, „Arbeitsende“.

    Tipp: Abbrechen bricht das Ausstempeln ab, statt eine der beiden Antworten zu erzwingen – niemand stempelt aus Versehen aus.

Bezahlte Pause je Kunde festlegen

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  1. Wert beim Kunden hinterlegen

    In den Kundeneinstellungen legen Sie fest, wie viele Pausenminuten pro Tag bezahlt werden: 0, 10, 15, 20, 25 oder 30 Minuten. Voreingestellt ist 0 – ohne Angabe bleibt jede Pause unbezahlt.

    Tipp: Der Wert gehört zum Kunden, nicht zum Mitarbeiter. Damit bilden Sie ab, was im jeweiligen Vertrag oder Kollektivvertrag vereinbart ist.

  2. Die Pause gehört dem Kunden davor

    Jede Pause wird dem Kunden des Eintrags zugeordnet, der ihr vorausgeht. Wer vormittags bei Kunde A und nachmittags bei Kunde B arbeitet, kann an einem Tag zwei Gutschriften erhalten – je eine pro Kunde, jeweils bis zur dortigen Obergrenze.

  3. Ohne Projekt keine bezahlte Pause

    Eine Pause nach einem Eintrag ohne Projekt und damit ohne Kunden bleibt vollständig unbezahlt. Sie zählt zwar zur Pausendauer, bekommt aber keine Gutschrift.

    Tipp: Wenn bezahlte Pausen bei Ihnen die Regel sind, achten Sie darauf, dass Zeiten konsequent auf Projekte gebucht werden.

  4. Bezahlt heißt bezahlt, nicht gearbeitet

    Die Gutschrift fließt in die Summe „Bezahlt“, nicht in „Gearbeitet“ – genauso wie Feiertage und Urlaub. Überstunden und Minusstunden bleiben davon unberührt.

    Tipp: Das ist wichtig für die Lohnverrechnung: Eine bezahlte Pause erhöht die zu zahlenden Stunden, aber niemand baut damit Überstunden auf.

Wo die Pausen sichtbar werden

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  1. Monatsansicht

    Die Monatsübersicht zeigt eine eigene Karte mit Pausensumme, bezahltem und unbezahltem Anteil sowie je Tag einen Hinweis, an dem eine Pause gestempelt wurde.

  2. PDF und Excel

    Beide Exporte führen die Pausen genauso auf wie die Bildschirmansicht – je Tag und als Monatssumme, getrennt nach bezahlt und unbezahlt.

    Tipp: Damit ist der Nachweis gegenüber Prüfern und Auftraggebern derselbe wie das, was Ihr Team am Bildschirm sieht.

  3. Live-Übersicht

    Wer mit „Pause“ ausgestempelt hat, erscheint in der Tagesübersicht ausdrücklich als „in Pause“ – nicht als abwesend und nicht als fertig.

  4. Abgeschlossener Monat

    Beim Monatsabschluss friert Jobilino die Pausen ein: Der bezahlte Anteil geht in die Abrechnungssumme, die Aufteilung in bezahlt und unbezahlt bleibt dokumentiert.

    Tipp: Eine spätere Änderung der bezahlten Minuten beim Kunden wirkt deshalb nur nach vorne – abgerechnete Monate bleiben, wie sie waren.

Vergessene Pause nachtragen

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  1. Über das manuelle Formular

    Beim Anlegen eines Zeiteintrags wählen Sie als Erfassungsart „Pause“ und geben das Pausenfenster an – also von wann bis wann pausiert wurde.

    Tipp: Die Auswahl erscheint nur, solange die Pausenstempelung eingeschaltet ist.

  2. Was Jobilino daraus macht

    Es entsteht kein Pausen-Eintrag. Endet ein Eintrag genau zum Beginn der Pause, wird er als „Pause“ markiert. Umspannt ein Eintrag das Pausenfenster, teilt Jobilino ihn in zwei Hälften – beide behalten Zeittyp, Projekt und Kontingent.

    Tipp: Das Ergebnis ist genau dasselbe wie bei einer gestempelten Pause, samt bezahlter Pause je Kunde.

  3. Wenn es nicht passt

    Liegt keine passende Stempelung vor oder überlappt das Fenster nur teilweise, lehnt Jobilino den Nachtrag mit einer Meldung ab, statt zu raten. Dasselbe gilt für Einträge in einem abgeschlossenen Monat oder in laufender Genehmigung.

    Tipp: Prüfen Sie in dem Fall zuerst, ob die Zeiten des Tages überhaupt stimmen – meist fehlt eine Stempelung, nicht die Pause.

  4. Nachträglich markieren

    Beim Bearbeiten eines bestehenden Eintrags gibt es zusätzlich den Schalter „Pause nach diesem Eintrag“. Damit korrigieren Sie eine falsch beantwortete Frage, ohne Zeiten zu verändern.

Grenzen und Sonderfälle

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  1. Vergessenes Ausstempeln

    Beendet die nächtliche Automatik einen offenen Eintrag, setzt sie immer „Arbeitsende“ – nie „Pause“. Sonst entstünde eine Pause, die nie endet.

  2. Pausen über Mitternacht

    Eine Pause, die über Mitternacht reicht, wird nicht gezählt: Das schließende Einstempeln fällt auf den nächsten Tag. Bei Nachtschichten tragen Sie solche Pausen manuell nach.

  3. Sehr kurze Unterbrechungen

    Lücken unter einer Minute zählen nicht als Pause. Wer sofort wieder einstempelt, erzeugt also keine Pausenzeit – etwa nach einer versehentlich falsch beantworteten Frage.

  4. Gesetzliche Pausenregeln sind etwas anderes

    Weiter unten auf derselben Seite stehen Pausen-Frühwarnsystem und Ruhezeitprüfung. Sie überwachen gesetzliche Grenzen und warnen; die Pausenstempelung erfasst die Pause überhaupt erst. Beides lässt sich unabhängig einschalten.

    Tipp: Sinnvoll ist die Reihenfolge: erst erfassen, dann überwachen. Ohne gestempelte Pausen kann ein Frühwarnsystem nur die reine Arbeitsdauer beurteilen.

Häufige Fragen

Warum wird die Pause nicht als eigener Zeiteintrag gespeichert?

Weil ein gebuchter Pausen-Eintrag eine Behauptung wäre, die Lücke zwischen zwei echten Stempelungen dagegen ein Beleg – mit Anfang, Ende und Dauer. Jobilino leitet die Pause deshalb aus den vorhandenen Stempelungen ab, statt sie zu speichern. Das ist dieselbe Logik wie bei Feiertagen: abgeleitet statt dupliziert.

Kann ich die automatische 6-Stunden-Pause zusätzlich aktiviert lassen?

Nein. Beides zusammen würde doppelt abziehen – einmal den pauschalen Abzug, einmal die real gestempelte Pause. Jobilino lehnt die Kombination beim Speichern ab; sollten beide Werte je zusammentreffen, gewinnt die Pausenstempelung.

Wie viele Minuten bezahlter Pause sind einstellbar?

0, 10, 15, 20, 25 oder 30 Minuten – je Kunde und Tag, hinterlegt in den Kundeneinstellungen. Voreingestellt ist 0, ohne Angabe bleibt also jede Pause unbezahlt.

Was passiert bei mehreren kurzen Pausen am Tag?

Sie werden zusammengezählt. Ob jemand einmal dreißig Minuten oder sechsmal fünf Minuten pausiert, macht für die Tagessumme keinen Unterschied. Bezahlt wird bis zur Obergrenze des jeweiligen Kunden, der Rest bleibt unbezahlt.

Erhöht eine bezahlte Pause die Überstunden?

Nein. Die Gutschrift fließt in die Summe „Bezahlt“, nicht in „Gearbeitet“ – wie Feiertage und Urlaub auch. Überstunden und Minusstunden bleiben unberührt; die zu zahlenden Stunden steigen, die geleisteten nicht.

Ein Mitarbeiter hat die Pause vergessen zu stempeln – was jetzt?

Tragen Sie sie über das manuelle Formular nach: Erfassungsart „Pause“ und das Pausenfenster angeben. Jobilino markiert dann den Eintrag davor oder teilt einen überspannenden Eintrag – das Ergebnis ist identisch mit einer gestempelten Pause. Passt das Fenster nicht zu den vorhandenen Zeiten, meldet Jobilino das, statt zu raten.

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