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Wegezeit-Stempelung: die Fahrt zwischen zwei Standorten erfassen

Wer vormittags an einem Standort arbeitet und mittags zum nächsten fährt, ist in dieser Zeit im Dienst – sie gehört aber zu keinem Kundenprojekt. Mit der Wegezeit-Stempelung wählen Ihre Mitarbeiter beim Ausstempeln „Standortwechsel“; die Zeit bis zum nächsten Einstempeln wird als eigener Eintrag ohne Projekt erfasst. Dieser Artikel behandelt das Einschalten, welche Obergrenze sinnvoll ist und was passiert, wenn eine Fahrt länger dauert als erlaubt.

Häufige Fragen

Zählt Wegezeit als Arbeitszeit?

Ja. Sie wird als eigener Zeiteintrag geführt, fließt in die geleisteten Stunden ein und wirkt sich auf Überstunden aus. Sie hängt aber bewusst an keinem Projekt und keinem Kunden – ein Standortwechsel gehört zu keinem Auftrag und verfälscht deshalb keine Nachkalkulation.

Wird der Arbeitsweg von zu Hause zur ersten Baustelle erfasst?

Nein. Die erste Stempelung eines Tages erzeugt nie eine Wegezeit – es gibt davor keinen Einsatzort, von dem gewechselt worden wäre. Erfasst wird nur der Wechsel zwischen zwei Einsätzen desselben Tages.

Welche Obergrenze soll ich einstellen?

Einstellbar sind 5 bis 240 Minuten, voreingestellt 60. Orientieren Sie sich an der realistischen längsten Fahrt zwischen zwei Ihrer Einsatzorte. Alles darüber sollte geprüft und nachgetragen werden, statt automatisch gutgeschrieben zu werden.

Was passiert, wenn eine Fahrt länger dauert als die Obergrenze?

Dann wird nichts automatisch gutgeschrieben. Die reale Stempelung am Ziel zählt unverändert, und im Verlauf des Eintrags wird vermerkt, dass eine Wegezeit nicht gezählt wurde. Die tatsächliche Fahrtzeit tragen Sie manuell nach – ein manueller Standortwechsel unterliegt der Obergrenze bewusst nicht.

Bekommt eine Wegezeit die bezahlte Pause gutgeschrieben?

Nein. Wegezeit und Pause sind verschiedene Dinge: Die Pause ist eine Lücke ohne Arbeitszeit, die Wegezeit ist gearbeitete Zeit. Eine Fahrt erhält deshalb keine Pausengutschrift und setzt auch die gesetzliche Ruhezeit nicht in Gang.

Was, wenn nach der Fahrt kein Einsatz mehr folgt?

Solange die Person unterwegs ist, zeigt die App den Zustand an und bietet eine Schaltfläche, um die Wegezeit ausdrücklich zu beenden – etwa bei Rückkehr in den Betrieb. Ohne dieses Beenden und ohne nächste Stempelung entsteht keine Wegezeit.

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