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Wegezeit-Stempelung: die Fahrt zwischen zwei Einsatzorten erfassen

Wer vormittags in einem Objekt arbeitet und mittags zum nächsten fährt, verbringt diese Zeit im Dienst – sie gehört aber zu keinem Kundenprojekt. Mit der Wegezeit-Stempelung wählen Ihre Mitarbeiter beim Ausstempeln „Standortwechsel“; die Zeit bis zum nächsten Einstempeln wird als eigener Eintrag ohne Projekt erfasst. Dieser Artikel zeigt, wie Sie die Funktion einschalten, welche Obergrenze sinnvoll ist und was passiert, wenn die Fahrt länger dauert als erlaubt.

Was Wegezeit-Stempelung bedeutet

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  1. Eine dritte Antwort beim Ausstempeln

    Ist die Funktion eingeschaltet, können Ihre Mitarbeiter beim Ausstempeln „Standortwechsel“ wählen – neben „Arbeitsende“ und, falls aktiv, „Pause“.

    Tipp: Die Frage erscheint nur beim Ausstempeln. Beim Einstempeln fragt Jobilino nie.

  2. Aus der Lücke wird ein eigener Eintrag

    Stempelt die Person am nächsten Einsatzort wieder ein, legt Jobilino für die Zeit dazwischen einen eigenen Zeiteintrag an – markiert als Wegezeit und ohne Projekt.

    Tipp: Der Unterschied zur Pause: Eine Pause bleibt eine reine Lücke, die Wegezeit wird zu einem echten Eintrag. Sie ist ja auch Arbeitszeit.

  3. Arbeitszeit ja, Kundenzeit nein

    Wegezeit zählt als geleistete Arbeitszeit und fließt in Überstunden ein. Sie hängt aber bewusst an keinem Projekt und keinem Kontingent – ein Standortwechsel gehört zu keinem Kunden.

    Tipp: Damit taucht die Fahrt in Ihren Stunden auf, verfälscht aber keine Nachkalkulation und keine Rechnung an den Auftraggeber.

  4. Die Stempelung am Ziel bleibt echt

    Der Einstempelzeitpunkt am nächsten Einsatzort wird nicht verschoben. Die Wegezeit legt sich davor, statt den realen Arbeitsbeginn zu überschreiben.

Einschalten und Obergrenze festlegen

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  1. Schalter aktivieren

    Verwaltung → Zeiterfassung → „Wegezeit-Stempelung (‚Standortwechsel‘)“. Ab dem Einschalten erscheint die zusätzliche Antwort beim Ausstempeln – in App, Web-App und bei NFC.

    Tipp: Die Funktion ist unabhängig von der Pausenstempelung. Sie können beides, eines oder keines von beidem einschalten.

  2. Obergrenze je Fahrt setzen

    Legen Sie fest, wie lange eine Fahrt höchstens automatisch als Wegezeit gilt: zwischen 5 und 240 Minuten, voreingestellt 60. Die Grenze wirkt je einzelner Fahrt, nicht pro Tag.

    Tipp: Orientieren Sie sich an der realistischen längsten Fahrt zwischen zwei Ihrer Einsatzorte, nicht am Ausnahmefall. Alles darüber gehört geprüft, nicht automatisch gutgeschrieben.

  3. Team informieren

    Ein Satz genügt: Wer zum nächsten Einsatzort fährt, wählt „Standortwechsel“ – nicht „Arbeitsende“. Wer Feierabend macht, wählt weiterhin „Arbeitsende“.

    Tipp: Wird versehentlich „Arbeitsende“ gewählt, entsteht keine Wegezeit. Sie lässt sich nachträglich über das Bearbeiten des Eintrags markieren.

Wenn die Fahrt länger dauert als erlaubt

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  1. Nichts wird automatisch gutgeschrieben

    Überschreitet die Lücke Ihre Obergrenze, legt Jobilino keine Wegezeit an. Die reale Stempelung am Ziel zählt unverändert, und im Verlauf des Eintrags wird vermerkt, dass eine Wegezeit nicht gezählt wurde.

    Tipp: Das ist Absicht: Eine dreistündige Lücke kann eine lange Fahrt sein – oder ein vergessenes Einstempeln. Jobilino rät nicht.

  2. Der vorgesehene Weg: manueller Nachtrag

    Tragen Sie die tatsächliche Fahrtzeit als manuellen Eintrag nach. Im Formular wählen Sie als Erfassungsart „Wegezeit“ und geben Beginn und Ende an.

    Tipp: Ein manuell erfasster Standortwechsel unterliegt der Obergrenze bewusst NICHT – er ist ja genau der Weg, um einen überlangen Fall sauber abzubilden. Dafür durchläuft er die übliche Genehmigung.

  3. Grenze genau an der Kante

    Eine Fahrt, die exakt der Obergrenze entspricht, wird noch gutgeschrieben. Erst darüber greift die Regel.

Wegezeit unterwegs beenden

Mitarbeiter

  1. Wenn kein nächster Einsatz folgt

    Manchmal endet die Fahrt, ohne dass danach gearbeitet wird – etwa bei Rückkehr in den Betrieb. Solange Sie unterwegs sind, zeigt die App den Zustand an und bietet eine Schaltfläche, um die Wegezeit ausdrücklich zu beenden.

    Tipp: Ohne dieses Beenden und ohne nächste Stempelung entsteht keine Wegezeit – eine offene Fahrt, der nichts folgt, zählt nichts.

  2. Die erste Minute ist gesperrt

    Die Schaltfläche lässt sich in den ersten sechzig Sekunden nicht drücken. Das verhindert Wegezeiten von wenigen Sekunden durch versehentliches Doppeltippen – dieselbe Sperre wie beim Beenden der Arbeitszeit.

  3. Auch hier gilt die Obergrenze

    Liegt die Fahrt beim Beenden bereits über Ihrer Obergrenze, lehnt Jobilino ab und verweist auf den manuellen Nachtrag.

Wo die Wegezeit auftaucht

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  1. In der Eintragsliste

    Wegezeit-Einträge sind als solche gekennzeichnet und ohne Projekt zu erkennen. Nach dem Einstempeln am Ziel zeigt die App zusätzlich einen kurzen Hinweis, dass die Fahrt erfasst wurde.

  2. Monatsansicht, PDF und Excel

    Die Monatsübersicht führt Wegezeit als eigene Summe, je Tag und je Monat. PDF und Excel-Export zeigen dieselben Zahlen.

    Tipp: Damit sehen Sie erstmals belegbar, wie viel Arbeitszeit tatsächlich in Fahrten steckt – eine Größe, die in Pauschalen sonst untergeht.

  3. Abgeschlossener Monat

    Beim Monatsabschluss bleibt die Wegezeit sichtbar ausgewiesen. Ihre Minuten stecken bereits in den geleisteten Stunden – die eigene Zeile zeigt, welcher Anteil davon Fahrt war.

Grenzen und Sonderfälle

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  1. Der Weg zur Arbeit zählt nicht

    Die erste Stempelung eines Tages erzeugt nie eine Wegezeit – es gibt davor keinen Einsatzort, von dem gewechselt worden wäre. Der Arbeitsweg von zu Hause bleibt also außen vor.

  2. Nur bei echten Stempelungen

    Wegezeit entsteht ausschließlich zwischen zwei gestempelten Zeiten am selben Tag. Manuell erfasste und ganztägige Einträge lösen sie nicht aus.

  3. Über Mitternacht wird nicht gezählt

    Eine Fahrt über Mitternacht erzeugt keine Wegezeit, weil die schließende Stempelung auf den nächsten Tag fällt. Bei Nachtschichten tragen Sie sie manuell nach.

  4. Zusammenspiel mit der Pause

    Eine Wegezeit ist keine Pause: Sie erhält keine bezahlte Pausengutschrift und setzt auch die Ruhezeit nicht in Gang – dafür zählt nur ein echtes Arbeitsende.

    Tipp: Wer zwischen zwei Objekten sowohl fährt als auch Mittag macht, stempelt beides getrennt: erst „Standortwechsel“, am Ziel ein und nach der Ankunft „Pause“.

  5. Nach dem letzten Einsatz

    Die Fahrt nach dem letzten Ausstempeln des Tages wird nicht automatisch erfasst. Wenn Sie die Rückfahrt vergüten, nutzen Sie die Schaltfläche zum Beenden der Wegezeit oder den manuellen Nachtrag.

Häufige Fragen

Zählt Wegezeit als Arbeitszeit?

Ja. Sie wird als eigener Zeiteintrag geführt, fließt in die geleisteten Stunden ein und wirkt sich auf Überstunden aus. Sie hängt aber bewusst an keinem Projekt und keinem Kunden – ein Standortwechsel gehört zu keinem Auftrag und verfälscht deshalb keine Nachkalkulation.

Wird der Arbeitsweg von zu Hause zur ersten Baustelle erfasst?

Nein. Die erste Stempelung eines Tages erzeugt nie eine Wegezeit – es gibt davor keinen Einsatzort, von dem gewechselt worden wäre. Erfasst wird nur der Wechsel zwischen zwei Einsätzen desselben Tages.

Welche Obergrenze soll ich einstellen?

Einstellbar sind 5 bis 240 Minuten, voreingestellt 60. Orientieren Sie sich an der realistischen längsten Fahrt zwischen zwei Ihrer Einsatzorte. Alles darüber sollte geprüft und nachgetragen werden, statt automatisch gutgeschrieben zu werden.

Was passiert, wenn eine Fahrt länger dauert als die Obergrenze?

Dann wird nichts automatisch gutgeschrieben. Die reale Stempelung am Ziel zählt unverändert, und im Verlauf des Eintrags wird vermerkt, dass eine Wegezeit nicht gezählt wurde. Die tatsächliche Fahrtzeit tragen Sie manuell nach – ein manueller Standortwechsel unterliegt der Obergrenze bewusst nicht.

Bekommt eine Wegezeit die bezahlte Pause gutgeschrieben?

Nein. Wegezeit und Pause sind verschiedene Dinge: Die Pause ist eine Lücke ohne Arbeitszeit, die Wegezeit ist gearbeitete Zeit. Eine Fahrt erhält deshalb keine Pausengutschrift und setzt auch die gesetzliche Ruhezeit nicht in Gang.

Was, wenn nach der Fahrt kein Einsatz mehr folgt?

Solange die Person unterwegs ist, zeigt die App den Zustand an und bietet eine Schaltfläche, um die Wegezeit ausdrücklich zu beenden – etwa bei Rückkehr in den Betrieb. Ohne dieses Beenden und ohne nächste Stempelung entsteht keine Wegezeit.

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