Handbuch
Jeden Bautag festhalten – und einen Nachweis in der Hand haben, der im Streitfall trägt
Schritt-für-Schritt-Anleitung für Admins, Bauleiter und Poliere. So führen Sie das Bautagebuch in Jobilino: Bautagesberichte mit Witterung, Personal, ausgeführten Arbeiten und Fotos erfassen – auf der Baustelle per App oder am Rechner –, Vorschläge aus Ihrer eigenen Zeiterfassung, Planung und Lagerentnahme übernehmen, den Tag abschließen und als PDF einfrieren, aus einer Behinderung eine Behinderungsanzeige nach VOB/B § 6 machen und den Bericht dem Auftraggeber geben – inklusive Plausibilitätsprüfung, Versionsverlauf und Prüfcode auf dem Dokument.
Wie das Bautagebuch funktioniert
alle
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Ein Bericht je Baustelle und Tag
Das Bautagebuch ist die Sammlung aller Bautagesberichte eines Projekts. Ein Bautagesbericht gehört zu genau einem Projekt und genau einem Kalendertag – ein zweiter Bericht für denselben Tag ist nicht möglich, und ein Bericht für morgen auch nicht.
Tipp: Denken Sie in Baustellen, nicht in Firmen: Was in Jobilino ein Projekt ist, ist auf dem Bau das Objekt. Führen Sie mehrere Baustellen für denselben Auftraggeber, führt jede ihr eigenes Bautagebuch.
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Der Tagesabschluss macht aus dem Entwurf einen Nachweis
Solange der Bericht Entwurf ist, arbeiten Sie frei weiter. Mit „Tag abschließen“ wird er unveränderlich, das PDF wird archiviert und trägt eine Versionsnummer. Ab da geht eine Änderung nur noch über das Wiederöffnen.
Tipp: Ein Entwurf trägt im PDF das Wasserzeichen „ENTWURF“. Wer ein Dokument herausgibt, gibt also nie versehentlich einen halben Bautag heraus.
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Korrekturen überschreiben nie etwas
Wird ein abgeschlossener Bericht wieder geöffnet und erneut abgeschlossen, entsteht eine NEUE PDF-Version. Die vorherige Fassung bleibt vollständig erhalten, und das neue Dokument nennt selbst, welche Version es ersetzt.
Tipp: Genau das ist der Unterschied zu einer Word-Datei auf einem Laufwerk: Nicht die Unveränderlichkeit macht ein Bautagebuch beweiskräftig, sondern die lückenlose Nachvollziehbarkeit jeder Änderung.
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Jobilino schlägt vor, was es ohnehin schon weiß
Beim Erfassen eines Tages bietet Jobilino an, Personal aus der Zeiterfassung und der Einsatzplanung, Geräte aus Fahrten und Schichten sowie Material aus den Lagerentnahmen dieses Tages zu übernehmen.
Tipp: Das ist der eigentliche Vorteil gegenüber einer reinen Bautagebuch-App: Die Zahlen stammen aus Ihren eigenen Betriebsdaten und nicht aus der Erinnerung am Feierabend.
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Die Vorschläge sind eine Einbahnstraße
Das Bautagebuch LIEST Zeiterfassung, Planung, Fahrten und Lager – es schreibt dort nie etwas hinein. Eine Korrektur im Bericht ändert keine Stempelzeit und keine Lagerbuchung.
Tipp: Umgekehrt gilt: Nichts am Bautagebuch blockiert den Betrieb. Ein fehlender Tagesbericht hindert niemanden am Einstempeln, und die Plausibilitätsprüfung hält keinen Abschluss auf.
Modul einrichten und Rechte vergeben
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Modul freischalten lassen
Das Bautagebuch ist ein zubuchbares Modul und standardmäßig nicht aktiv. Sprechen Sie uns an, wenn Sie es einsetzen möchten.
Tipp: Melden Sie sich nach der Freischaltung einmal neu an, damit Menüpunkte und Berechtigungen frisch geladen werden.
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Bautagebuch je Projekt einschalten
Öffnen Sie „Projekt“ → „Einstellungen“ und aktivieren Sie den Schalter „Bautagebuch“. Erst dann erscheint der Reiter „Bautagebuch“ am Projekt und Tagesberichte sind dort möglich.
Tipp: Schalten Sie ihn nur auf echten Baustellen ein. Ein Bautagebuch auf jedem Projekt erzeugt jeden Abend Erinnerungen für Tage, die niemand berichten will.
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Ausschalten löscht nie etwas
Wird der Schalter wieder deaktiviert, bleiben alle Berichte, Fotos und archivierten PDFs erhalten. Sie sind unverändert wieder da, sobald Sie ihn erneut setzen.
Tipp: Ist das Modul für Ihr Konto nicht freigeschaltet, ist der Schalter gesperrt und zeigt einen Hinweis – der gespeicherte Wert bleibt aber erhalten und wirkt nach einer Freischaltung sofort wieder.
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Berechtigungen in der Benutzergruppe setzen
Öffnen Sie „Verwaltung“ → „Benutzergruppen“ und setzen Sie im Block „Bautagebuch“ die Haken: „Darf das Bautagebuch führen“ (Bauleiter und Poliere – anlegen, bearbeiten, abschließen), „Darf das Bautagebuch einsehen“ (nur lesen, inklusive Versionsverlauf und Exporte) und „Darf abgeschlossene Tagesberichte wieder öffnen“.
Tipp: „Führen“ schließt das Einsehen ein – den Lesehaken müssen Sie nicht zusätzlich setzen.
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Das Wiederöffnen eng vergeben
Bewährt hat sich: Der Polier und der Bauleiter dürfen führen, die Kaufmännische Leitung darf einsehen, und nur eine Handvoll Personen darf abgeschlossene Berichte wieder öffnen.
Tipp: Das Wiederöffnen ist der einzige Weg, einen eingefrorenen Nachweis zu ändern. Es verlangt immer einen Grund und wird protokolliert – aber je weniger Personen es können, desto belastbarer ist Ihr Bautagebuch.
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Zugriff endet an der Projektzugehörigkeit
Zusätzlich zur Berechtigung braucht man Zugriff auf das Projekt selbst. Und beim Erfassen von Personal werden nur die Mitarbeiter angeboten, die der Erfasser überhaupt sehen darf.
Tipp: Sieht ein Polier einen Kollegen nicht in der Personalauswahl, fehlt ihm nicht das Bautagebuch-Recht, sondern die Sichtbarkeit auf diese Person – das regeln Sie über Teams beziehungsweise die Rolle.
Einen Bautagesbericht erfassen
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Tag anlegen
Öffnen Sie das Projekt, wechseln Sie auf „Bautagebuch“ und klicken Sie auf „Tag erfassen“. Die Liste zeigt den Monat; mit den Pfeilen blättern Sie zurück.
Tipp: Ein Datum in der Zukunft wird abgelehnt, und für einen Tag, der schon einen Bericht hat, ebenfalls. Wollen Sie den bestehenden Tag ergänzen, öffnen Sie ihn in der Liste statt einen neuen anzulegen.
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Vorschläge übernehmen
Oben erscheint ein Vorschlagsbanner mit dem, was Jobilino für diesen Tag gefunden hat. Übernehmen Sie Personal, Material und Geräte einzeln per Klick – jede Gruppe getrennt.
Tipp: Übernehmen heißt vorbefüllen, nicht behaupten: Prüfen und korrigieren Sie die Zeilen anschließend. Der Bericht ist Ihre Aussage, nicht die des Systems.
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Witterung und Arbeitszeit eintragen
Wählen Sie die Witterung (sonnig, bewölkt, Regen, Schnee, Sturm, Frost, Hitze oder wechselhaft), tragen Sie Temperatur min/max und eine Niederschlagsanmerkung ein und setzen Sie Arbeitsbeginn und Arbeitsende.
Tipp: Die Witterung ist die Angabe, auf die es bei einer späteren Bauzeitverlängerung ankommt. Notieren Sie im Anmerkungsfeld lieber einen Satz zu viel („ab 14:00 Dauerregen, Betonage abgebrochen“) als zu wenig.
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Personal erfassen
Fügen Sie je Zeile entweder einen eigenen „Mitarbeiter“ oder einen „Subunternehmer“ mit Firmennamen hinzu, dazu Gewerk/Funktion und die Stunden. Bei Fremdfirmen tragen Sie zusätzlich die Anzahl der Personen ein.
Tipp: Beides in einer Zeile geht bewusst nicht: Eigene Mitarbeiter zählen namentlich mit einer Person, Fremdfirmen als Kolonne mit Kopfzahl. Genau diese Trennung erwartet später jeder, der die Stunden nachrechnet.
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Berichtseinträge nach Art anlegen
Erfassen Sie den Tag in den vorgegebenen Abschnitten: Ausgeführte Arbeiten, Material (mit Menge und Einheit), Geräte/Maschinen (mit Fahrzeug), Regieleistungen, Prüfungen/Abnahmen, Behinderungen, Unterbrechungen (jeweils mit Von–Bis), Mängel, Anweisungen und Besondere Vorkommnisse.
Tipp: Ordnen Sie sauber zu, statt alles unter „Ausgeführte Arbeiten“ zu sammeln. Nur aus einer Behinderung oder einer Unterbrechung lässt sich später eine Behinderungsanzeige erzeugen – ein als Arbeitsbeschreibung getarnter Stillstand ist juristisch nichts wert.
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Fotos hinzufügen
Laden Sie Fotos zum Tag hoch. Sie erscheinen im PDF und bleiben Teil des archivierten Berichts.
Tipp: In der Jobilino-App wird das Bild als Kameraaufnahme erfasst und auch so gekennzeichnet. Genau dieser Unterschied macht später seinen Beweiswert aus – fotografieren Sie vor Ort, statt abends etwas hochzuladen.
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Baufortschritt und Anmerkungen
Halten Sie im Feld „Baufortschritt“ fest, wo die Baustelle heute steht, und unter „Allgemeine Anmerkungen“ alles, was zu keinem einzelnen Eintrag gehört – Besuche, Absprachen, Zufahrtsprobleme.
Tipp: Das ist der Platz für den Kontext, den in einem halben Jahr niemand mehr im Kopf hat. Er kostet Sie zwei Sätze und entscheidet später Diskussionen.
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Tage ohne Arbeit ehrlich abbilden
War die Baustelle geschlossen oder ist der Tag witterungsbedingt ausgefallen, setzen Sie den Schalter „An diesem Tag wurden keine Arbeiten ausgeführt“. Nur mit diesem Schalter lässt sich ein Tag ohne Einträge abschließen.
Tipp: Ausfalltage zu dokumentieren ist wichtiger, als sie wegzulassen: Eine Lücke im Bautagebuch liest sich wie Nachlässigkeit, ein dokumentierter Regentag wie ein Argument.
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Zwischendurch speichern
Mit „Speichern“ sichern Sie den Stand als Entwurf und arbeiten später weiter. Ein Entwurf bleibt beliebig lange offen.
Tipp: Speichern Sie auf großen Baustellen nach jedem Abschnitt – der Tag wird selten in einem Zug erfasst.
Den Tag abschließen
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Vorher prüfen lassen
Mit „Prüfen“ vergleicht Jobilino Ihren Entwurf mit den Betriebsdaten des Tages, noch bevor Sie abschließen. Die Hinweise erscheinen sofort und blockieren nichts.
Tipp: Nutzen Sie den Knopf, solange Korrigieren noch einfach ist. Nach dem Abschluss ist derselbe Hinweis eingefroren und im PDF sichtbar.
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Was geprüft wird
Die Plausibilitätsprüfung meldet zum Beispiel: Der Tag ist als „keine Arbeiten“ markiert, obwohl gestempelt wurde; Personen haben gestempelt, fehlen aber im Bericht; Personen stehen im Bericht ohne passende Zeiterfassung; gemeldete und gestempelte Stunden weichen ab; es wurde vor dem angegebenen Beginn oder nach dem angegebenen Ende gestempelt; Materialentnahmen oder Fahrzeuge dieser Baustelle fehlen im Bericht.
Tipp: Das sind Hinweise, keine Vorwürfe. Sie stehen im Bericht – wer den eigenen Bericht prüft, sieht dieselben Auffälligkeiten wie später ein Sachverständiger.
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Abschluss auslösen
Klicken Sie auf „Speichern & Tag abschließen“ und bestätigen Sie. Der Bericht braucht dafür mindestens einen Eintrag – oder den Schalter „keine Arbeiten ausgeführt“.
Tipp: Die Bestätigung nennt Ihnen die Anzahl der Hinweise aus der Plausibilitätsprüfung. Lesen Sie sie – abschließen dürfen Sie trotzdem, aber dann bewusst.
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Was der Abschluss auslöst
Der Bericht wird abgeschlossen, das Prüfergebnis eingefroren und das PDF mit Versionsnummer archiviert. Ab diesem Moment liefert jeder Download genau diese archivierte Datei.
Tipp: Das Dokument wird nicht bei jedem Öffnen neu gerechnet. Zwei Ausdrucke derselben Version sind deshalb garantiert identisch – nachprüfbar über den Dokument-Hash.
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Am selben Tag abschließen
Schließen Sie den Bericht möglichst am Bautag selbst ab, spätestens am Folgetag.
Tipp: Zeitnähe ist das Kriterium, an dem die Beweiskraft eines Bautagebuchs hängt. Ein Bericht, der drei Wochen später entsteht, ist eine Rekonstruktion – und wird von der Gegenseite auch so behandelt.
Korrigieren und gegenzeichnen
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Bericht wieder öffnen
Muss ein abgeschlossener Bericht korrigiert werden, öffnen Sie ihn über „Wieder öffnen“ – mit Pflichtbegründung. Das erfordert die eigene Berechtigung dafür.
Tipp: Schreiben Sie eine echte Begründung („Stunden Fa. Meier laut Lieferschein korrigiert“), keine Floskel. Sie steht im Prüfprotokoll und wird genau dann gelesen, wenn es unangenehm wird.
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Nach der Korrektur erneut abschließen
Der wieder geöffnete Bericht ist ein Entwurf. Der nächste Abschluss archiviert eine neue PDF-Version; alle bisherigen Versionen bleiben erhalten.
Tipp: Die Versionsangabe steht auf dem PDF selbst, samt Hinweis auf die ersetzte Fassung. Wer zwei Ausdrucke in der Hand hält, erkennt sofort, welcher gilt.
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Gegenzeichnen durch die Bauleitung
Ein abgeschlossener Bericht kann einmal gegengezeichnet werden – Name und Zeitpunkt werden festgehalten und eine neue PDF-Version archiviert. Das dürfen Personen mit der Berechtigung, das Bautagebuch zu führen.
Tipp: Das ist die interne Zweitprüfung – Polier erfasst, Bauleiter zeichnet gegen. Für die Bestätigung des Auftraggebers nutzen Sie den Auftraggeber-Link im übernächsten Abschnitt.
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Löschen ist nur im Entwurf möglich
Ein abgeschlossener Bautagesbericht lässt sich nicht löschen. Entwürfe schon.
Tipp: Das ist Absicht. Ein Nachweis, den man löschen kann, ist keiner – und das weiß auch jedes Gericht.
Behinderungsanzeige nach VOB/B § 6
admins
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Zuerst prüfen: Gilt die VOB/B überhaupt?
Die VOB/B ist kein Gesetz, sondern ein vorformuliertes Klauselwerk. Sie gilt nur, wenn die Parteien ihre Geltung im Bauvertrag vereinbart haben – bei öffentlichen Auftraggebern ist das der Regelfall, bei privaten nicht zwingend. Ohne Vereinbarung gilt in Deutschland das BGB-Werkvertragsrecht, in Österreich das ABGB und, soweit vereinbart, die ÖNORM B 2110.
Tipp: Klären Sie das einmal je Auftraggeber und halten Sie es fest. Davon hängt ab, welche Fristen und Formvorgaben für Ihre Anzeige gelten – nicht davon, welches Formular Sie gewohnt sind.
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Wann Sie anzeigen müssen
Ist die VOB/B vereinbart, hat der Auftragnehmer eine Behinderung dem Auftraggeber nach § 6 Abs. 1 VOB/B unverzüglich schriftlich anzuzeigen – unverzüglich heißt ohne schuldhaftes Zögern, also am selben oder am nächsten Arbeitstag.
Tipp: Unterbleibt die Anzeige, bleiben die Rechte aus § 6 nur erhalten, soweit dem Auftraggeber die hindernden Umstände offenkundig bekannt waren (§ 6 Abs. 1 Satz 2 VOB/B). Verlassen Sie sich nie auf diese Ausnahme – sie zu beweisen ist schwerer, als die Anzeige zu schreiben.
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Anzeige aus dem Bericht erzeugen
Öffnen Sie den abgeschlossenen Tagesbericht. Zu jedem Eintrag der Art „Behinderungen“ oder „Unterbrechungen“ können Sie über „Behinderungsanzeige erstellen“ ein eigenes Schreiben erzeugen – mit Empfänger, Ursache und voraussichtlicher Auswirkung auf den Bauablauf.
Tipp: Nur diese beiden Eintragsarten kommen infrage. Merken Sie beim Erfassen, dass etwas den Ablauf stört, legen Sie es gleich als Behinderung an – nicht als Anmerkung.
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Was das Dokument leistet
Die Anzeige erhält eine fortlaufende Nummer, verweist auf den Bautagesbericht des Tages als Beleg und wird als eigenes PDF nach § 6 Abs. 1 VOB/B ausgegeben, mit dem Vorbehalt der Ansprüche aus § 6 Abs. 2 und Abs. 6.
Tipp: Der Text wird bei der Ausstellung eingefroren. Eine spätere Korrektur des Berichtseintrags verändert also nie das Schreiben, das Sie bereits verschickt haben – so wie es sein muss.
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Worauf die Anzeige aufbaut
Auf der Anzeige beruhen die Verlängerung der Ausführungsfristen nach § 6 Abs. 2 VOB/B und ein möglicher Schadensersatz nach § 6 Abs. 6 VOB/B. Gilt die VOB/B nicht, kommen andere Anspruchsgrundlagen in Betracht – in Deutschland etwa § 642 BGB bei unterlassener Mitwirkung des Auftraggebers.
Tipp: Die Anzeige selbst beziffert keine Kosten. Sie hält fest, DASS und WARUM behindert wird – die Mehrkostenforderung ist ein eigener, späterer Schritt, der genau auf dieser Dokumentation aufsetzt.
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Versenden bleibt Ihre Aufgabe
Jobilino erstellt das Dokument; den Versand an den Auftraggeber übernehmen Sie – idealerweise nachweisbar.
Tipp: Ob eine E-Mail dem vertraglichen Schriftformerfordernis genügt, hängt vom Bauvertrag ab. Im Zweifel zusätzlich per Post mit Zugangsnachweis: Das schönste PDF nützt nichts, wenn der Zugang bestritten wird.
Den Bericht herausgeben
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Einzelnen Tag als PDF
Öffnen Sie den Bericht und nutzen Sie „PDF-Vorschau“ oder „PDF herunterladen“. Bei abgeschlossenen Berichten ist das immer die archivierte Fassung.
Tipp: Bei einem Entwurf wird live gerendert – erkennbar am Wasserzeichen „ENTWURF“. Geben Sie so etwas nie aus der Hand.
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Monat exportieren
In der Monatsliste exportieren Sie den Zeitraum als PDF oder Excel – das ist das eigentliche Bautagebuch als Sammlung.
Tipp: Exportiert werden ausschließlich ABGESCHLOSSENE Berichte. Fehlt ein Tag im Export, ist er noch Entwurf – ein guter Monatsend-Check.
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Auftraggeber-Link erstellen
Ist die Funktion für Ihre Installation freigeschaltet, erzeugen Sie auf dem abgeschlossenen Bericht einen befristeten Link. Der Auftraggeber öffnet ihn ohne Anmeldung, liest den Bericht, lädt das PDF und bestätigt mit seinem Namen die Kenntnisnahme – der Vermerk erscheint auf dem Dokument.
Tipp: Ein neuer Link macht den alten sofort ungültig – genau so entwerten Sie einen versehentlich weitergegebenen Link. Jeder Link läuft ohnehin nach einer festgelegten Frist ab.
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Grenzen der Kenntnisnahme kennen
Die Bestätigung hält Name und Zeitpunkt fest und belegt, dass der Auftraggeber den Bericht gesehen hat. Sie ist keine qualifizierte elektronische Signatur im Sinne der eIDAS-Verordnung und ersetzt weder eine Abnahme noch ein vertraglich vereinbartes Schriftformerfordernis.
Tipp: Für eine förmliche Abnahme bleibt es beim unterschriebenen Ausdruck – das PDF enthält dafür Unterschriftenfelder für Bauleitung und Auftraggeber.
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Prüfcode auf dem Dokument
Jeder abgeschlossene Bericht trägt einen Prüfcode und den Dokument-Hash (SHA-256). Über die auf dem PDF genannte Adresse kann jeder Empfänger ohne Anmeldung prüfen, ob seine Kopie mit dem archivierten Original übereinstimmt – und ob sie inzwischen durch eine neuere Version überholt ist.
Tipp: Die Prüfseite zeigt bewusst nur Prüfdaten, nie den Inhalt. Ein Code lässt sich damit bestätigen, aber niemand kann sich über die Seite fremde Berichte erschließen.
Automatischer Entwurf und Erinnerung
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Der Abendentwurf
Jobilino bereitet am frühen Abend für jede Baustelle mit Aktivität einen Entwurf des Tagesberichts aus den erfassten Daten vor und meldet das den Zuständigen.
Tipp: Ein automatischer Entwurf ist ausdrücklich als „noch nicht von einer Person geprüft und bestätigt“ gekennzeichnet – auch im PDF. Erst wenn jemand ihn speichert, gilt der Bericht als von einem Menschen verfasst.
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Was der Entwurf nie tut
Er überschreibt keinen bestehenden Bericht, schließt niemals ab und erfindet keine ausgeführten Arbeiten. Personal, Geräte und Material stammen ausschließlich aus Ihren Daten.
Tipp: Die Beschreibung der ausgeführten Arbeiten kann Ihnen keine Automatik abnehmen. Genau dafür ist der Bericht da – der Rest ist Vorbereitung.
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Erinnerung an fehlende Tage
Wurde auf einer Baustelle gearbeitet, aber kein Tagesbericht abgeschlossen, erinnert Jobilino am Abend die zuständigen Personen – im Postfach und als Push.
Tipp: Die Erinnerung kommt einmal pro Tag und Baustelle, nicht laufend. Bekommen Sie sie regelmäßig für dasselbe Projekt, ist entweder der Zuständige unklar oder das Bautagebuch dort schlicht überflüssig.
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Optionale Zusatzfunktionen
Je nach Installation können automatische Wetterdaten (aus dem Wetterarchiv zum Standort-Pin des Projekts, mit Quellenangabe) und ein qualifizierter Zeitstempel eines Zeitstempeldienstes auf dem abgeschlossenen PDF aktiviert werden.
Tipp: Automatische Wetterdaten überschreiben nie eine Angabe, die ein Mensch gemacht hat. Und keine dieser Funktionen kann einen Abschluss verhindern – ein Bautagesbericht muss auch um 17:30 mit einem Balken Empfang abschließbar bleiben.
Auf der Baustelle mit der App
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Bautagebuch öffnen
In der Jobilino-App finden Sie das Bautagebuch im Seitenmenü – bewusst nicht bei der laufenden Zeiterfassung, denn der Bauleiter, der den Bericht schreibt, ist auf dieser Baustelle oft gar nicht eingestempelt.
Tipp: Angeboten werden nur Baustellen mit aktivem Bautagebuch. Fehlt Ihre, ist der Schalter am Projekt noch nicht gesetzt.
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Tag erfassen und abschließen
Wählen Sie die Baustelle, dann den Monat und den Tag. Sie erfassen Witterung, Arbeitszeit, Personal, Einträge, Notizen und Fotos genauso wie im Web – inklusive der Vorschläge – und schließen den Tag direkt vor Ort ab.
Tipp: Ein abgeschlossener Tag öffnet in der App nur noch als Leseansicht mit PDF. So kann niemand versehentlich in einem bereits herausgegebenen Bericht weiterschreiben.
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Korrekturen laufen über das Web
Wiederöffnen, Gegenzeichnen, Behinderungsanzeigen und der Monatsexport sind bewusst nur in der Weboberfläche möglich.
Tipp: Wer das Recht zum Wiederöffnen hat, bekommt in der App einen entsprechenden Hinweis statt eines fehlenden Knopfes – die Korrektur eines Nachweises gehört an den Rechner.
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Fotos direkt aufnehmen
In der App aufgenommene Bilder werden als Kameraaufnahme gekennzeichnet.
Tipp: Fotografieren Sie die Behinderung in dem Moment, in dem sie sichtbar ist. Ein Bild von der Baustelle am selben Tag ist ein Beweismittel; ein nachgereichtes Bild ist eine Behauptung mit Anhang.
Was das Bautagebuch nicht tut
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Es blockiert nichts
Weder ein fehlender Tagesbericht noch ein Hinweis aus der Plausibilitätsprüfung hindert jemanden am Einstempeln, an einer Lagerbuchung oder am Abschluss des Tages.
Tipp: Alle Prüfungen sind Hinweise. Das ist eine bewusste Entscheidung: Ein Dokumentationswerkzeug, das den Betrieb aufhält, wird umgangen – und dann dokumentiert es gar nichts mehr.
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Es ersetzt keine Zeiterfassung
Die Stunden im Bericht sind Ihre Aussage zum Bautag. Für Lohn und Abrechnung bleibt die Zeiterfassung maßgeblich.
Tipp: Gerade deshalb ist die Plausibilitätsprüfung nützlich: Sie zeigt, wo beide Bilder auseinandergehen – bevor es jemand anders merkt.
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Es ersetzt keine Rechtsberatung
Jobilino stellt Ihnen die Dokumentation und die Formulare bereit. Ob in Ihrem Vertrag die VOB/B, das BGB oder die ÖNORM B 2110 gilt, welche Fristen laufen und welche Ansprüche bestehen, beurteilt Ihr Anwalt – nicht die Software.
Tipp: Klären Sie einmal grundsätzlich, wie Ihre Standardverträge aussehen, und schulen Sie Ihre Bauleiter darauf. Danach ist das Bautagebuch reine Routine.
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Berichte werden nie automatisch gelöscht
Tagesberichte, Fotos und archivierte PDFs sind Nachweise und werden von keiner Aufräumroutine entfernt.
Tipp: Planen Sie nicht mit einer automatischen Bereinigung. Was Sie hier erfassen, steht auch nach Ablauf der Mängelhaftung noch zur Verfügung – und genau dann brauchen Sie es.
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