Handbuch

Stunden, Urlaub und Projekte sauber auswerten und exportieren

Schritt-für-Schritt-Anleitung für Mitarbeiter, Teamleiter und Admins. So nutzen Sie die Berichte und Auswertungen in Jobilino: monatliche Soll-Ist-Übersicht, Urlaubsbuchungsjournal, Projekt- und Standortauswertung sowie der Export nach PDF und Excel – inklusive der korrekten Lesart von Plus-/Minusstunden, Feiertagsdifferenzen und reservierten Urlaubstagen.

Wie Berichte in Jobilino funktionieren

  1. Datenquelle: Zeiteinträge + Vertragsdaten + Feiertage + Urlaub

    Jeder Bericht zieht seine Zahlen aus vier Quellen zusammen: erfassten Zeiteinträgen (Ist), den Vertragsdaten des Mitarbeiters (Soll), den Feiertagen seines Vertragslandes (reduziertes Soll) und den Urlaubsbuchungen (verbraucht/reserviert).

    Tipp: Eine Änderung an einer dieser Quellen wirkt sofort auf den Bericht. Beispiel: ein nachgetragener Feiertag senkt rückwirkend das Soll für betroffene Mitarbeiter.

  2. Drei Standardberichte stehen bereit

    Auf der Zeiterfassungs-Übersicht finden Sie drei Berichts-Kacheln: 'PDF Bericht' (für Lohn-/Zeitnachweise), 'Excel Bericht' (für Weiterverarbeitung) und 'Drucken' (browserfertige Ansicht). Alle drei nutzen dieselben Daten und Filter.

    Tipp: PDF eignet sich für Unterschrift und Archivierung, Excel für eigene Pivot-Tabellen, Drucken für die schnelle Übergabe.

  3. Filter steuern den Inhalt

    Über die Filter wählen Sie Zeitraum (Monat, Quartal, eigener Bereich), Mitarbeiter (Sicht), Projekt und Standort. Die Sicht steuert auch, wessen Daten Sie sehen – Mitarbeiter sehen sich selbst, Teamleiter ihr Team, Admins alle.

    Tipp: Über die Auswahlbox am oberen Rand der Zeiterfassung können Admins die Sicht auf einen anderen Mitarbeiter wechseln und so dessen Bericht aus dessen Perspektive erzeugen.

  4. Berichte werden in Echtzeit erzeugt

    Es gibt keinen festen Stichtag oder Tagesabschluss. Was Sie sehen, sind die aktuellen Zahlen aus der Datenbank – inklusive Buchungen, die soeben angelegt wurden.

    Tipp: Wenn Sie einen 'Stand zum 30.06.' brauchen, exportieren Sie den Bericht zum Stichtag und legen ihn revisionssicher ab.

  5. Reservierte vs. verbrauchte Urlaubstage

    Im Urlaubsbericht steht jede Buchung mit 'Saldo vor' und 'Saldo nach' der Buchung. Reservierte Tage (offene Anträge) sind klar getrennt von verbrauchten – so erkennen Sie sofort, was endgültig abgebucht und was nur vorgemerkt ist.

    Tipp: Reservierte Tage werden bei Genehmigung in verbrauchte überführt, bei Ablehnung wieder freigegeben.

Wie Soll-Ist-Stunden gerechnet werden

  1. Soll = Vertragsstunden pro Tag

    Jobilino verteilt 'Wochenstunden ÷ Tage pro Woche' gleichmäßig auf die im Vertrag hinterlegten Arbeitstage. Beispiel: 40 Stunden / 5 Tage = 8 Stunden Soll pro Werktag.

    Tipp: Bei Vertragswechsel mitten im Monat rechnet Jobilino tageweise: bis zum Vertragsende altes Soll, ab dem Folgevertrag neues Soll.

  2. Feiertage reduzieren das Soll

    Ein 'Ganzer Tag' Feiertag setzt das Soll auf 0, ein 'Halber Tag' halbiert es. Maßgeblich ist das Vertragsland (und ggf. die Subdivision) des Mitarbeiters.

    Tipp: Wer am Feiertag arbeitet, hat als Ist > 0 und als Soll = 0 → 100 % Plusstunden für diesen Tag, was die Feiertagsarbeit transparent ausweist.

  3. Urlaub und Krankenstand decken das Soll

    Tagesbasierte Urlaubs- und Krankenstandseinträge füllen das Tagessoll – es entstehen weder Plus- noch Minusstunden, der Tag gilt als geleistet.

    Tipp: Im Bericht erscheinen Urlaub/Krankenstand in eigenen Spalten, nicht in der Arbeitszeit.

  4. Ist = Arbeitszeit-Buchungen abzüglich Pausen

    Jobilino summiert alle Buchungen unter Zeittypen mit 'Ist Arbeitszeit = aktiv' und zieht alle 'Pause'-Buchungen ab.

    Tipp: Welcher Typ als Arbeitszeit zählt, steuern Sie in 'Verwaltung' → 'Zeittypen'.

  5. Plus-/Minusstunden = Ist − Soll

    Die Differenz pro Tag, Woche und Monat ergibt das Saldo. Positive Werte = Überstunden, negative Werte = Minusstunden.

    Tipp: Saldi laufen in der Regel über Monatsende hinaus weiter – wie genau Ihre Firma das verrechnet, hängt von Ihren betrieblichen Regelungen ab.

Mein Stundenbericht (Mitarbeiter)

mitarbeiter

  1. Zeiterfassung öffnen

    Im Hauptmenü auf 'Zeiterfassung' tippen.

  2. Monatsübersicht lesen

    Sie sehen Soll, Ist und Differenz für den aktuellen Monat. Eine Liste darunter zeigt Ihre Buchungen tageweise.

    Tipp: Per Tipp auf einen Tag öffnet sich die Detailansicht mit allen Buchungen dieses Tages.

  3. Zeitraum wechseln

    Über den Datumsfilter wählen Sie einen anderen Monat oder einen freien Bereich.

    Tipp: Praktisch z. B. zum Vergleich Q1 vs. Q2 oder Jahresansicht.

  4. PDF / Excel / Drucken

    Über die Kacheln 'PDF Bericht', 'Excel Bericht' oder 'Drucken' exportieren Sie die aktuelle Ansicht.

    Tipp: PDF eignet sich, wenn Sie Ihrem Vorgesetzten einen Stundennachweis schicken müssen.

Urlaubsbericht / Buchungsjournal

mitarbeiter

  1. Saldo-Kachel öffnen

    Auf der Zeiterfassungs-Übersicht zeigt eine Kachel 'Tage übrig' Ihren aktuellen Urlaubssaldo. Tippen Sie darauf.

  2. Journal lesen

    Sie sehen alle Bewegungen chronologisch: Anspruch (+), Übertrag aus Vorjahr (+), Verbrauch (−), Reservierungen (−, in Prüfung), Reversierungen bei Verfall (−), manuelle Korrekturen (+/−).

    Tipp: Die Spalten 'Vorher' und 'Nachher' zeigen den Saldo unmittelbar vor und nach jeder Buchung – so können Sie jeden Wert nachvollziehen.

  3. Werktage vs. Kalendertage erkennen

    Die Spalte 'Tage' zeigt die tatsächlich verrechneten Tage einer Buchung. Sie kann von der Anzahl Kalendertage abweichen, wenn Ihre Urlaubsrichtlinie auf 'Werktage' eingestellt ist – Wochenenden und Feiertage werden dann übersprungen.

    Tipp: Wenn Sie sich über eine Differenz wundern, vergleichen Sie das Datum mit Ihrer Feiertagsliste – Feiertage erscheinen nicht in der Tagessumme.

Teamübersicht und Genehmigungen

teamleiter

  1. Teamansicht öffnen

    In der Zeiterfassung auf 'Team' (bzw. die entsprechende Filteroption) wechseln. Sie sehen alle Mitarbeiter Ihres Teams mit Soll, Ist und Differenz.

    Tipp: Der Filter zeigt nur Mitarbeiter, für die Sie als Teamleiter zuständig sind.

  2. Drilldown

    Klick auf einen Mitarbeiter öffnet dessen Monatsbericht aus dessen Perspektive – inklusive aller Buchungen, Urlaubssaldi und Genehmigungsstati.

    Tipp: So lässt sich auch ein Detailgespräch (z. B. Stunden-Korrektur) datenbasiert führen.

  3. Anträge gemeinsam abarbeiten

    Über 'Anträge' / 'Genehmigungen' sehen Sie offene Buchungen mit Genehmigungsbedarf und können sie genehmigen, ablehnen oder kommentieren.

    Tipp: Mehr Details im Handbuch-Kapitel 'Zeiterfassung'.

Projekt- und Standortauswertung

teamleiter

  1. Filter setzen

    Wählen Sie unter 'Projekt' bzw. 'Standort' den gewünschten Wert. Die Auswertung schränkt sich auf Buchungen ein, deren Zeittyp diese Felder hat und in denen sie gesetzt sind.

    Tipp: Voraussetzung: Der Zeittyp muss 'Hat Projekt' bzw. 'Hat Standort' aktiv haben – siehe Handbuch-Kapitel 'Zeittypen verwalten'.

  2. Stunden je Projekt summieren

    Die Liste zeigt Stunden gruppiert nach Projekt (oder Standort), inklusive der Mitarbeiter, die darauf gebucht haben.

    Tipp: Praktisch für Projektabrechnungen, Innenkostenstellen, Bauauswertungen.

  3. Excel exportieren

    Excel-Export für eigene Auswertung in der Buchhaltung oder für Pivot-Tabellen.

Mandantenweite Auswertung

admins

  1. Sicht öffnen

    Als Admin sehen Sie standardmäßig alle aktiven Mitarbeiter im Mandanten. Filter nach Abteilung, Standort, Projekt oder Zeitraum stehen zur Verfügung.

    Tipp: Über die Auswahlbox in der Zeiterfassung können Sie sich auf die Sicht eines einzelnen Mitarbeiters reduzieren.

  2. Kontextwechsel beachten

    Wenn Sie auf 'Sicht eines anderen Mitarbeiters' wechseln, gilt diese Sicht für nachfolgende Aktionen (z. B. 'Zeiteintrag erstellen' legt die Buchung beim ausgewählten Mitarbeiter an).

    Tipp: Schalten Sie nach dem Auswerten aktiv wieder auf sich selbst um, sonst landen Folge-Buchungen ungewollt beim falschen Mitarbeiter.

  3. Periodischer Export

    Für Lohnabrechnungen empfiehlt sich ein fester Rhythmus: am Monatsende PDF + Excel exportieren und revisionssicher ablegen.

    Tipp: Wir empfehlen, in den Dateinamen Mandant, Zeitraum und Erstelldatum aufzunehmen, z. B. 'jobilino_lohn_2026-04_export-2026-05-02.xlsx'.

Berichte exportieren (PDF, Excel, Druck)

  1. Filter prüfen

    Stellen Sie sicher, dass Zeitraum, Mitarbeiter (Sicht), ggf. Projekt/Standort wie gewünscht gesetzt sind. Der Export übernimmt genau die aktuelle Ansicht.

  2. Format wählen

    PDF Bericht – druckfertige Seitenansicht mit Vor-/Nachname, Soll, Ist, Differenz, Urlaub, Krankenstand, Plus-/Minusstunden. Excel Bericht – tabellarische Daten zur Weiterverarbeitung. Drucken – direkt aus dem Browser drucken.

    Tipp: Das PDF eignet sich auch zum Unterschreiben (z. B. Zeitkonto-Quittierung). Das Excel-Format respektiert Datumsspalten und Zahlenformate, sodass Sie sofort filtern, sortieren und summieren können.

  3. Speichern und ablegen

    Datei auf einem versionierten Laufwerk oder in der Lohnsoftware ablegen. Idealerweise mit Hash-Wert oder Zeitstempel für Revisionsfestigkeit.

Häufige Fragen

Warum unterscheidet sich der Stundenstand vom Vortag plötzlich?

Berichte sind live. Wenn jemand eine Buchung nachträglich anlegt, korrigiert oder löscht, ändert sich auch der Wert in den Auswertungen. Auch eine nachträgliche Vertragsänderung oder ein neu hinzugefügter Feiertag können das Soll rückwirkend verschieben. Wenn Sie ein 'eingefrorenes' Bild brauchen, exportieren Sie zum Stichtag PDF + Excel.

Warum zeigt der Bericht für einen Feiertag Plusstunden an?

Das ist korrekt: an einem Ganzer-Tag-Feiertag ist das Soll 0. Wer arbeitet und Stunden bucht, hat Ist > 0, also positive Differenz – und damit Plusstunden. So lässt sich Feiertagsarbeit transparent ausweisen und ggf. mit Zuschlag verrechnen.

Warum erscheinen meine Pausen nicht als Arbeitszeit?

Der Standard-Zeittyp 'Pause' hat 'Ist Arbeitszeit = nein'. Pausenstunden werden in der Auswertung also nicht als Arbeitszeit gezählt, sondern als Pause separat ausgewiesen. Wenn Sie einen 'bezahlte Pause'-Typ brauchen, der mitgezählt wird, legen Sie ihn unter 'Verwaltung' → 'Zeittypen' an und aktivieren 'Ist Arbeitszeit'.

Warum sieht der Mitarbeiter einen anderen Saldo als ich im Excel-Export?

Häufige Ursache: unterschiedlicher Zeitraumfilter. Der Mitarbeiter sieht den laufenden Monat, der Export einen Quartalsausschnitt. Zweiter häufiger Grund: zwischen den beiden Ansichten wurde ein Antrag genehmigt oder gelöscht – die Werte sind dann jeweils 'live' korrekt, aber zu unterschiedlichen Zeitpunkten.

Worin unterscheiden sich verbrauchte und reservierte Urlaubstage?

Verbrauchte Tage sind aus dem Saldo abgebucht (Antrag genehmigt). Reservierte Tage stammen aus offenen Anträgen, die noch in Prüfung sind. Die Kachel 'Tage übrig' zieht beide ab, damit niemand denselben Tag doppelt anfordern kann. Wird ein Antrag abgelehnt, wandern reservierte Tage zurück in 'verfügbar'.

Warum stimmen Urlaubstage und Kalendertage einer Abwesenheit nicht überein?

Bei einer Werktage-Richtlinie zählt Jobilino nur Mo–Fr und überspringt Feiertage des Vertragslandes. Beispiel: Urlaub vom 20.05. (Mo) bis 26.05. (So) bei einem Feiertag am 21.05. = 4 verbrauchte Tage statt 7. Bei einer Kalendertage-Richtlinie wären es 7 Tage. Welche Variante gilt, sehen Sie in der zugewiesenen Urlaubsrichtlinie und ggf. am Zeittyp.

Welche Spalten enthält der Excel-Export?

Standardmäßig: Datum, Mitarbeiter, Zeittyp, Anfang, Ende, Stunden, Pause, Soll, Ist, Differenz, Urlaub (Tage), Krankenstand (Tage), Projekt, Standort, Notiz. Welche Spalten genau erscheinen, hängt von den aktivierten Feldern Ihrer Zeittypen ab und kann je nach Mandant leicht variieren.

Kann ich den Bericht für einen abgeschlossenen Vorjahres-Stand erzeugen?

Ja, wählen Sie den Datumsbereich des Vorjahres und exportieren Sie. Ergebnisse zeigen den aktuellen Datenstand für diesen Zeitraum – also inklusive seither nachgetragener Buchungen oder Korrekturen. Wenn Sie einen 'gefrorenen' Stand brauchen, archivieren Sie den damaligen Export zum Jahreswechsel.

Was passiert, wenn ein Mitarbeiter den Mandanten verlässt?

Setzen Sie den Mitarbeiter auf 'inaktiv' (nicht löschen). Alle bisherigen Zeiteinträge, Urlaubsbewegungen und Berichte bleiben erhalten – auch für rückwirkende Auswertungen, Lohnnachweise und Revisionen. Mehr Details im Handbuch-Kapitel 'Verträge'.

Wie sehe ich die Stunden eines anderen Mitarbeiters als Admin?

Über die Auswahlbox am oberen Rand der Zeiterfassung wählen Sie einen anderen Mitarbeiter aus. Sie sehen dessen Bericht aus dessen Perspektive. Wichtig: Schalten Sie danach wieder auf sich selbst um, da spätere Aktionen (z. B. 'Zeiteintrag erstellen') sonst weiterhin im Namen des anderen Mitarbeiters laufen.

Können Mitarbeiter selbst Excel-Berichte erzeugen?

Ja, jeder Mitarbeiter kann seine eigenen Berichte als PDF, Excel oder Druckansicht exportieren. Berichte über andere Mitarbeiter sind Teamleitern (für ihr Team) und Admins (für alle) vorbehalten.

Wie verhindere ich, dass alte Daten im Bericht plötzlich anders aussehen?

Exportieren Sie Berichte zum Stichtag und legen Sie sie in einem revisionssicheren Bereich ab (Lohnsoftware, DMS, versioniertes Laufwerk). Innerhalb von Jobilino sind Berichte immer 'live' – das ist gewollt, damit Korrekturen sich überall konsistent durchziehen.

Stunden im Excel-Export werden als Text dargestellt – was tun?

Beim Öffnen via Doppelklick versucht Excel manchmal, Spalten als Text zu interpretieren. Öffnen Sie die Datei stattdessen über 'Daten → Aus Text/CSV', wählen Sie das richtige Trennzeichen und Zahlenformat. So bleiben Datums- und Zahlenspalten als echte Werte erhalten.

Noch Fragen? Wir helfen gern.

Testen Sie Jobilino kostenlos oder vereinbaren Sie eine persönliche Demo.

Newsletter: Praxiswissen zur Zeiterfassung

Rechtliches, Branchen-Tipps und Produkt-Updates – kompakt, ein paar Mal im Jahr. Jederzeit abbestellbar.